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Wappen von Oberostendorf
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Ortsplan

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Gemeindeverwaltung

Angerstrasse 12
86869 Oberostendorf

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Mittwoch 18:30 bis 20:00 Uhr

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Geschichtliches

Zur Ortsgeschichte

Oberostendorf hat eine lange Geschichte hinter sich. Es wurde bereits im Jahr 890 urkundlich erwähnt, es gibt aber Hinweise darauf, daß bereits vor der Zeitenwende und dem Einmarsch der Römer im Jahr 15 v. Chr. eine keltische Siedlung existierte.

Auf dem Gelände der heutigen Mülldeponie befanden sich Kultplätze aus dieser Epoche, dort wurden auch im Rahmen einer Notgrabung Spuren einer über mehrere Jahrhunderte bestehenden eisenzeitlichen Siedlung gefunden.

Auch die Römer haben an mehreren Stellen im Gemeindebereich ihre Spuren hinterlassen.

Nachdem der mächtige Zehentstadel in den 60er Jahren abgerissen wurde, ist die Kirche Mariae Himmelfahrt das beeindruckendste Bauwerk im Dorf. Der ursprüngliche Bau stammt aus der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts, in der heutigen barockisierten Form besteht das Gotteshaus seit der Mitte des 18. Jahrhunderts. Es ist auf jeden Fall einen Besuch wert, nähere Informationen entnehmen Sie dem Kirchenführer, der dort zum Verkauf aufliegt.

Auch die Kirchen in den anderen Gemeindeteilen Gutenberg, Lengenfeld und Unterostendorf sind sehenswert, wobei vor allem die letztere ein wahres Kleinod des Rokoko darstellt.

Eine Oberostendorfer Besonderheit ist der Bauernjahrtagsbund, der im Jahr 1731 gegründet wurde und in gewisser Weise als Vorläufer der späteren Gewerkschaften gelten kann: Die Satzung enthält bereits elementare Arbeitsschutzbestimmungen für die in der Landwirtschaft Tätigen.

Ebenfalls eine Rarität stellt der „Untere Wirt“ dar. Das Wirtshausschild und die Holzdecke in der Stube stammen aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts und blieben unverändert. Eine in die südliche Außenwand eingelassene Darstellung von Jesus und der Samariterin („Gib mir zu trinken“) und eine künstlerisch wertvolle alte Wandbeschriftung auf der Ostseite („Gelobt sey Jesus Christus“) stellen die geistige Verbindung zwischen Pfarrkirche und Wirtschaft her. Die Atmosphäre im Wirtshaus ist einzigartig – eine der wenigen verbliebenen echten Traditionswirtschaften in der Gegend, bis heute ein Treffpunkt für Jung und Alt.

Die Kaufbeurer Verkehrsgesellschaft Kirchweihtal wurde im Jahr 1926 in Oberostendorf gegründet unter der Federführung des damaligen Pfarrers Michael Bickel, eines hochgebildeten Mannes, der in ganz Europa wissenschaftliche Kontakte unterhielt.

Der Firmensitz der heute in Mauerstetten ansässigen Firma Mayr Antriebstechnik befand sich nach dem 2. Weltkrieg ebenfalls in Oberostendorf, damals stellte man noch Zubehörteile für Mühlen her.